PROJEKTENSEMBLE 05
Oberlandesgericht
Reichenspergerplatz 1,
50670 Köln

Reichenspergerplatz: U 16, 18, Bus 140

20h00 / 21h00
¬ Projektensemble 05 – Instrumente
¬ John McAlpine – Komposition und Leitung
¬ Albrecht Zummach – Koordination
¬ Peter Mohr – Technik

Das Projektensemble 05 setzt sich aus Profi- und Laienmusikern sowie aus Musikstudenten, Schülern und Nichtmusikern zusammen. Es wurde 2005 anlässlich der 1. Kölner Musiknacht gegründet und formiert sich den jeweiligen Projekten entsprechend neu. Zur Uraufführung kommt jetzt John McAlpines › Blocks, Lines, Clocks ‹, bei dem 15 Duos die besondere Architektur und Akustik des Oberlandesgerichts ausloten und damit ein eindrucksvolles Raumklang- Erlebnis garantieren.
 



LYUDSKA PODOBA
19h00 / 21h00
Academyspace
Herwarthstraße 3,
50672 Köln

Christophstraße: U 12, 15
Friesenplatz: U 3, 4, 5, 12, 15


¬ Anatoly Belov – Lead Vocals
¬ George Babanski – Keyboards, Programming
¬ Alexandr Ratushnyak – Drums, Percussion

› Es ist eine Kombination von raffinierter Einfachheit und wilder Animalität, von bahnbrechendem Enthusiasmus und vollkommener Verrücktheit. ‹ Mit diesen Worten beschreiben die ukrainischen Musiker Anatoly Belov, Georgy Babanski und Alexandr Ratushnyak ihre Avantgarde-Pop-Band Lyudska Podoba. In ihrem Sound verbinden sich poppige Tanzrhythmen, avantgardistische Waghalsigkeit und post-sowjetische Lebensfreude, bei der das Lachen nicht zu kurz kommt.



¬ Projektleitung: Birgit Ellinghaus
¬ Organisation: alba KULTUR, Köln

Das Projekt POST-COLONIA(LES) STADTRAUSCHEN verbindet auf künstlerisch-ästhetische und forschend-kreative Weise in Köln lebende Musiker der Szene Globaler Musik mit bedeutenden Aspekten und Themen Kölner Musiktraditionen. Es entstehen fünf musikalische Veranstaltungsminiaturen mit eigenständiger künstlerischer Sprache: Ergänzt werden diese fünf Miniaturen durch Lotsen und Berichterstatter, die das Publikum durch die wild-fröhlichen, melancholischen, leisen und berührenden Klangwelten Kölns leiten. In jeder Miniatur werden originale Stücke als einmalige Uraufführungen präsentiert, die von den fünf Komponistinnen und Komponisten der Freien Szene Globaler Musik Kölns für das Projekt › Stadtrauschen ‹ und die Kölner Musiknacht geschaffen wurden.



19h00
Sancta Clara-Keller im Stadtpalais am Römerturm
Am Römerturm 3,
50667 Köln

Appellhofplatz: U 3, 4, 5, 16, 18
Friesenplatz: U 12, 15

 

Die Kölner Komponistin und Sängerin mit persischen Wurzeln hat sich mit dem persischen Frauenchor › Banu ‹ vom singenden Damen-Kegelclub › Pudelbande ‹ inspirieren lassen, der ein reiches Repertoire an volksmusikalischen Schätzen in Liedern über die Alltagskatastrophen der rheinischen Metropole hinterlassen hat: Alter, Krankheit, Gebrechen, Armut, Hunger, Alkoholismus, Arbeit.


20h00
Duftmuseum im Farina-Haus
Obenmarspforten 21,
50667 Köln

Rathaus: U 5

 

In vier Stücken begibt sich der italienische Komponist und Jazzmusiker mit Saxophon, Klarinette, Perkussion und Live-Elektronik auf eine ästhetisch-musikalische Entdeckungsreise durch vier römische Klanglandschaften am Rhein: zur Geburtstagsfeier von Agrippina, geboren am 6.11.15 – dieses Jahr genau vor 2.000 Jahren in der Provinzhauptstadt des römischen Kaiserreichs –, zu den italienischen Parfümeuren des Mittelalters, den Arbeits-Immis der 1950er bis 1970er Jahre und zu den aktuellen apulischen Statthaltern am Rhein.



21h00
Überlebensstation Gulliver
Trankgasse 20,
50667 Köln

Dom/Hbf: U 5, 16, 18

 

Die Kölner Komponistin und Sängerin mit ukrainischen Wurzeln folgt den magischen Kräften und Ritualen traditioneller Musik und den Meistern der Neuen Musik Karlheinz Stockhausen und Mauricio Kagel: diese Pole inspirieren sie zu einer Suche nach der inneren Stimme, die Worte, Bedeutungen, Töne von akademischen oder › erlaubten ‹ Wahrnehmungen befreien, um das heutige Lebensgefühl in der Stadt am Rhein zu beschreiben.



22h00
Überlebensstation Gulliver
Trankgasse 20,
50667 Köln

Dom/Hbf: U 5, 16, 18

 

Köln und Rio de Janeiro sind nicht erst seit 2012 mit einer Städtefreundschaft verbunden. Es ist das Lebensgefühl, die Seelenverwandtschaft – nicht nur zur Karnevalszeit –, die Köln zur brasilianischsten Stadt jenseits der Alpen macht. Gosto Delicado forscht im volksmusikalisch-kölschen Repertoire nach den brasilianischen Momenten, nach der Seele des Alemanofônico in unserem Veedel, nach dem wohligen Hang zum Pathetischen und dem Stolz auf die wunderbare Stadt, dem Malandro – der fröhlichen Doppelmoral.



23h00
Sancta Clara-Keller im Stadtpalais am Römerturm
Am Römerturm 3,
50667 Köln

Appellhofplatz: U 3, 4, 5, 16, 18
Friesenplatz: U 12, 15

 

Wenn man aus Bagdad im Zweistromland nach Köln an den Rhein kommt, dann ist die Beschäftigung mit Ausdrucksformen multikulturellem und interreligiösem Leben fast unvermeidbar. Der in Köln lebende Komponist, Sänger und Perkussionist mit irakischen Wurzeln entdeckt die lebendigen Klänge rheinischer Totenkulte: von der Nubbelverbrennung bis hin zu Ritualen auf dem legendären Friedhof Melaten. Er findet Töne für Empfindungen, Gedanken und Gefühle als Bilder von Leben und Tod.