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Zur sechsten Kölner Musiknacht

Liebe Besucher!

Dem 20. Jahrhundert verdanken wir drei große Errungenschaften in der Musik: die Neue Musik, den Jazz und die Alte Musik in historischer Aufführungspraxis. Alle drei sind Gegenbewegungen zum etablierten Klassikbetrieb und dessen oft eingefahrenes Aufführungs- und Wahrnehmungsritual. Kein Wunder also, dass diese Alternativen gerade von der Freien Musikszene vorangetrieben wurden. Und diese ist gerade in Köln so reich und vielstimmig wie kaum irgendwo sonst.

Nach der Neuen Musik im vorletzten sowie der Improvisierten Musik im vergan- genen Jahr legt die Kölner Musiknacht 2010 den Fokus auf die Alte Musik. Das einzigartige Wandelkonzert mit mehr als 100 Konzerten an 25 über den Innen- stadtbereich verteilten Orten wird so zum Abenteuer einer Zeitreise. Historische Aufführungspraxis verlässt sich nicht auf vage Überlieferungen vom bloßen Hörensagen. Stattdessen will sie uns Musik durch historische Quellenforschung und Rekonstruktion möglichst so zu Gehör bringen, wie sie zu Zeiten von Mozart, Bach, Schütz, Josquin oder Dufay geklungen haben mag. Wie die Neue Musik revoltiert auch die Alte gegen die Dominanz jener unhinterfragten Traditionen, die schon Gustav Mahler als "Schlamperei" geißelte.

Erleben Sie Köln als internationales Zentrum der Alten Musik, zu dem die Stadt seit den 1950er Jahren durch weltweit ausstrahlende Ensembles und viele herausragende Einzelinterpreten geworden ist. Besuchen Sie Spielstätten, an denen Sie noch nicht waren. Lernen Sie Musiker, Ensembles, Klänge und Sparten kennen, die Sie noch nie gehört haben. Erfahren Sie Parallelen zwi- schen Epochen und Stilen. Verbinden Sie die Verzierungskunst des Barock mit der Improvisierten Musik, die Fremdheit der Alten Meister mit der unserer Zeitgenossen..

Veranstaltet wird die Kölner Musiknacht vom Initiativkreis Freie Musik (IFM), zu dem sich seit 1999 über 400 freiberufliche professionelle Kölner Musikerinnen und Musiker, Ensembles und Veranstalter zusammengeschlossen haben, um für bessere Arbeitsbedingungen und eine stärkere Wahrnehmung und Wert- schätzung ihrer chronisch unterfinanzierten Leistungen einzutreten. Als Partner beteiligen sich KölnTourismus sowie als Medienpartner die Kölnische Rundschau und das Kulturradio WDR 3, das Konzerte aus dem Funkhaus am Wallrafplatz und der Kölner Philharmonie live sendet. Unterstützt wird die Musiknacht vom Oberbürgermeister, der Stabsstelle Events und dem Kulturamt der Stadt Köln, der SK-Stiftung Kultur, dem Landesmusikrat NRW und der RheinEnergie-Stiftung Kultur. DB mobil stellt wieder Fahrräder bereit, mit denen sich auch weiter ent- fernte Spielorte schnell erreichen lassen. Und erstmalig wird es ein Kombiticket mit der zeitgleich stattfindenden Photokina und der Theaternacht am 2. Oktober geben.

Alle Hilfen und Kooperationen sind uns dankenswerte Ermutigungen, weiter an der Vernetzung der musikalischen Akteure untereinander sowie mit der Stadt und dem Land zu arbeiten, zum Wohle der Musikstadt Köln und ihres Publikums.

Dr. Rainer Nonnenmann
Initiativkreis Freie Musik